Glaubensartikel und Glaubensbekenntnisse
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Grundlagendokumente (externer Link zu emk.de)
Die Glaubensartikel der Methodistischen Kirche
Artikel I Von der Heiligen Dreieinigkeit
Es ist nur ein lebendiger und wahrer Gott, ewig, ohne Leib oder Teile, von unendlicher Macht, Weisheit und Güte, der Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und in der Einheit dieser Gottheit sind drei Personen von gleichem Wesen und gleich an Macht und Ewigkeit: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Artikel II Von dem Wort oder dem Sohne Gottes, welcher wahrhaftiger Mensch wurde
Der Sohn, welcher ist das Wort des Vaters, wahrer und ewiger Gott, eines Wesens mit dem Vater, hat im Mutterleibe der Jungfrau Maria die menschliche Natur angenommen, so dass zwei ganze und vollkommene Naturen, nämlich die Gottheit und die Menschheit, in einer Person unzertrennlich vereinigt wurden: daher ist Ein Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, der wirklich gelitten hat, gekreuzigt wurde, gestorben und begraben ist, um seinen Vater mit uns zu versöhnen und ein Sühnopfer zu sein, nicht allein für die Erbsünde, sondern auch für die persönlichen Sünden der Menschen.
Artikel III Von der Auferstehung Christi
Christus ist wahrhaftig von den Toten auferstanden und hat seinen Leib mit allem, was zu einer vollkommenen menschlichen Natur gehört, wieder angenommen, ist leiblich aufgefahren zum Himmel und sitzet allda, bis er wiederkommen wird, um alle Menschen am jüngsten Tage zu richten.
Artikel IV Von dem Heiligen Geist
Der Heilige Geist, welcher von dem Vater und dem Sohne ausgeht, ist eines Wesens und gleich an Majestät und Herrlichkeit mit dem Vater und mit dem Sohne, wahrer und ewiger Gott.
Artikel V Von der Hinlänglichkeit der Heiligen Schrift zur Seligkeit
Die Heilige Schrift enthält alles, was zur Seligkeit notwendig ist, so dass nichts, was in derselben nicht zu finden ist oder aus ihr nicht bewiesen werden kann, irgendeinem Menschen als Glaubensartikel aufgebürdet oder als unerlässlich zur Seligkeit angesehen werden soll. Unter dem Namen der Heiligen Schrift begreifen
wir jene kanonischen Bücher des Alten und Neuen Testaments, an deren Glaubwürdigkeit die Kirche nie gezweifelt hat. Die Namen derselben sind wie folgt:
Im Alten Testament: Die fünf Bücher Moses. Das Buch Josua. Das Buch der Richter. Das Buch Ruth. Zwei Bücher Samuels. Zwei Bücher der Könige. Zwei Bücher der Chronika. Das Buch Esra. Das Buch Nehemia. Das Buch Esther. Das Buch Hieb. Der Psalter. Die Sprüche Salomo. Der Prediger Salomo. Das Hohelied Salomos. Die vier großen Propheten. Die zwölf kleinen Propheten.
Alle Bücher des Neuen Testaments, so wie sie insgemein angenommen werden, nehmen wir gleichfalls an und halten wir für kanonisch.
Artikel VI Vom Alten Testament
Das Alte Testament steht in keinem Gegensatz zum Neuen; denn im Alten sowohl als im Neuen Testament wird der Menschheit ewiges Leben durch Christum angeboten, welcher der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen ist, sintemal er beides, Gott und Mensch, ist; weshalb denen, die da vorgeben, dass die Väter des Alten Bundes bloß zeitliche Verheißungen vor Augen gehabt haben, kein Gehör zu geben ist. Obwohl das Gesetz, welches Gott durch Mose gab, soweit es feierliche Bräuche und gottesdienstliche Handlungen betrifft, die Christen keineswegs bindet, und auch kein Staat die bürgerlichen Verordnungen des mosaischen Gesetzes anzunehmen verpflichtet ist, so ist doch kein Christ des Gehorsams gegen das sogenannte Sittengesetz enthoben.
Artikel VII Von der Erbsünde
Die Erbsünde besteht nicht in der Nachfolge Adams (wie die Pelagianer fälschlich vorgeben), sondern sie ist die Verderbtheit der menschlichen Natur, welche von der Nachkommenschaft Adams auf natürliche Weise erzeugt wird, wodurch der Mensch von der ursprünglichen Gerechtigkeit sehr weit entfernt und von Natur fortwährend zum Bösen geneigt ist.
Glaubensgrundsätze

