Ökumenischer Bibeltag in der EmK Bruchsal
Am 20. März trafen sich Christen aus den verschiedenen Konfessionen in unseren Räumen zum ersten gemeinsamen ökumenischen Bibeltag in Bruchsal . Insgesamt ließen sich 35 Personen darauf ein, die Spuren von Jakob und Esau im Alten Testament zu verfolgen. Als Referent hatten wir Professor Oemig aus Heidelberg gewonnen, der uns in sehr anschaulicher Weise eine Einführung in die damaligen Verhältnisse gab.
Am Vormittag stellte er uns den Unterscheid zwischen historisch beweisbaren Tatsachen und theologischen Wahrheiten dar: Man kann z.B. anhand außerbiblischen Quellen beweisen, dass es einen König Usia in Israel gab; die Geschichte von Jakob kann aber außerhalb der Bibel nicht nachvollzogen werden. Ist damit z. B. die Begegnung Jakobs am Jabbock deswegen unwahr? Nein, es ist eine theologische Wahrheit, die wir glauben (oder eben nicht). Viele Erzählungen im AT haben einen historischen Kern, der über viele Jahrhunderte mündlich überliefert wurde, bevor er sehr viel später schriftlich niedergeschrieben wurde. Diese Schriften finden wir heute in unsere Bibel und es gilt die darin enthaltene Wahrheit herauszufinden und in unsere heutige Zeit zu übertragen.
Das Mittagessen wurde von Kurt und Eleonore zubereitet, tatkräftig unterstützt von Enkelin Lisa. Muss ich noch erwähnen, dass diese Mahlzeit allseits überschwänglich gelobt wurde? - Kurt‘ s Schnitzel sind eben die besten.
Den Schritt von den Geschichten im AT in unsere heutige persönliche Situation konnten wir am Nachmittag in Kleingruppen gehen:
- Jakobs Traum von der Himmelsleiter
- Wie kann ich den Segen Gottes erringen
- Jakobs Kampf am Jabbock
- Geschwisterkonflikt: Jakob-Esau/Rahel-Lea
Der Tag bot viele Gelegenheiten, die Geschwister aus anderen in Bruchsal vertretenen Konfessionen kennenzulernen und sich auszutauschen. Zum Schluss feierten wir gemeinsam Gottesdienst, bei dem eine persönliche Segnung mit Salböl ganz wesentlicher Bestandteil war. Zitat eines Teilnehmers: „Die Segnung war sehr innig“.
Eine persönliche Anekdote zur Ermutigung muss ich noch loswerden: Vor 15! Jahren wurde in der damaligen Jungschar-Gruppe in unseren Räumen genau dieses Thema von Jakob und Esau behandelt. Dabei bekamen die Kinder eine selbstgebastelte Photogeschichte zum Thema mit nach Hause. Eine dieser Jungscharlerinnen von damals - sie ist heute Pfarrgemeinderätin in der Stadtkirche - kam zum Bibeltag und brachte das Buch zur Anschauung mit.
Thomas Springer

