ProChrist 2009

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Alles nur vergebliche Liebesmüh?! Oder um mit den Jüngern zu sagen, Apg. 4, 20: Wir können es doch nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen, gehört (und erlebt) haben: Von Gottes Handeln in der Person und Sache Jesu.

Gesetzt der Fall: Eine Firma hat ein sehr gutes Produkt. Findet aber leider keine Abnehmer, weil 1. die bisherige Kundschaft gesättigt ist, 2. weitere mögliche Abnehmer sich entschieden geäußert haben, im Moment keine Investitionen tätigen zu wollen und von dieser Haltung nicht abzubringen sind und 3. es so gut wie keine Laufkundschaft gibt. Was tun?


Es gibt im Grunde nur die eine Möglichkeit. Nämlich: neue Interessenten suchen. Neue mögliche Abnehmer ausfindig zu machen. Kunden akquirieren. Dazu muss man neue Kontakte machen und Verbrauchermessen abhalten, um Interesse zu wecken und Bedürfnisse zu sichten.
In genau dieser Situation sind wir mit dem besten Produkt, das es in dieser Welt gibt: mit dem Evangelium. 1. Manche sind gesättigt. 2. Andere, die wir bisher mit Einladungen belagert haben, wollen nicht. Deshalb macht es keinen Sinn, sie immer wieder neu zu bedrängen. Wir lassen sie in Ruhe; vielleicht kommt ihre Zeit ja noch (mal). 3. Auf Laufkundschaft für das Evangelium warten wir immer! 4. Das Entscheidende ist die Erkenntnis, dass wir neue, wirklich neue Kontakte machen müssen, um noch unwissende Interessenten auf unser Produkt aufmerksam machen zu können. Das ist dran!


Manchmal sind wir wie Unbelehrbare, die immer wieder gegen dieselbe verschlossene (Menschen-) Tür laufen, statt die offenen Türen gleich nebenan zu sehen. Neue Kontakte zu machen, statt sich an Verstockten wund zu reiben, wäre eine lohnende Herausforderung, um zu sehen was geht.
Ich denke nicht, dass es Zufall ist, mit welchen noch nicht Jesusgläubigen wir durch Gemeinschaftsfiguren wie Nachbarschaft, Arbeitsbereiche oder sonstige Konstellationen Kontaktflächen haben. Das sind Möglichkeiten, die Gott uns stellt; da liegt (verdeckte) Sendung drin, die es ausfindig zu machen gilt. Das sind mögliche Beziehungen, die zu pflegen sind, um dann zum richtigen Zeitpunkt, durch Wort- und Tatzeugnisse die Tür zum Glauben aufzustoßen.


Unser Zeugnis hat einen weit größeren Wert im Plan Gottes mit den Menschen als wir gemeinhin denken. Der Herr Jesus rechnet mit unserem Zeugnis, das ja immer ein öffentliches Bekenntnis zu ihm ist. Wie soll es sonst zugehen, dass Menschen auf das Heil in Jesus aufmerksam werden?
Trotz Sendung und Führung braucht es Mut, besser Zeugenmut und Kreativität, um neue Kontakte für das Evangelium zu machen. Was es auch an Initiative und Überwindung dazu bedarf, so aufzutreten, was ist das angesichts der Tatsache, dass der Himmel schon über einen Menschen jubelt, der zum Glauben an Jesus findet?!
Ist das nicht alle Mühen wert? Sollten wir dafür nicht auch unkonventionell sein können? Und neue Wege gehen?
Unsere Messen heißen Februar- und Novemberverkündigung,
und wieder mal ProChrist im März diesen Jahres in Bruchsal.
Dabei stellen wir uns auf. Aufstellen für Jesus!!

Sieghard Kurz